Sicherheitstipps für Chatrooms – so schützt man seine Identität

Für die meisten Internetbenutzer sind Chatrooms heutzutage ein alltägliches Medium für die Kommunikation. Sei es, ob man sich in einem themenbezogenen Chat einfach mit anderen Nutzern austauschen will, ob man nach Informationen sucht oder per Chat mit einer Firma kommuniziert, unzählige große und auch kleinere Webportale bieten die Möglichkeit eines Chats an. Aber wie sieht es wirklich mit der Sicherheit in einem solchen Chatroom aus und welche Daten werden eigentlich übermittelt? In diesem Artikel erfährst du, worauf du achten solltest, wie du mit einem VPN deine Daten schützen kannst oder wie du ein VPN Deutschland sonst noch nutzen kannst.

So funktionieren Chats

Um zu verstehen, wie ein Chat aufgebaut ist und welche Informationen dort übermittelt werden, ist ein kurzer Blick auf die Technik notwendig. Ein Chat beruht auf einem Chatprotokoll, das die Kommunikation zwischen den Nutzern ermöglicht. Es gibt zwei verschiedene Arten von Chatprotokoll, zum einen das „Internet Relay Chat“, abgekürzt IRC. Dieses Protokoll wird von einer speziellen Software, dem IRC-Client, genutzt, um die Kommunikation mehrerer Personen untereinander in einem Chatroom zu ermöglichen. Über den IRC-Client werden Nachrichten der einzelnen Teilnehmer an den Server gesendet und von dort aus wieder an die anderen Teilnehmer verteilt. 

Die zweite Art von Chatprotokoll heißt „IM“ oder „Instant Messaging“, das zwar strenggenommen kein Chat im eigentlichen Sinne ist, sondern Sofortnachrichten zwischen zwei oder mehreren Teilnehmern ermöglicht. Neben reinen Nachrichten können auch Medieninhalte wie Bilder oder Videos übermittelt werden.

Wo können Sicherheitsrisiken auftreten?


Bei der Übermittlung von Nachrichten oder Inhalten per Chats können an verschiedenen Stellen der Übermittlung Sicherheitslücken entstehen. Die Daten werden zunächst an einen Server übermittelt und von dort aus an die anderen Benutzer verteilt. Sowohl der Server als auch die weitere Übertragung können Opfer von Hackerangriffen werden, insbesondere, wenn die Informationen nicht verschlüsselt werden. Wenn sensible personenbezogene Daten an den Server übermittelt werden, beispielsweise bei der Anmeldung zum Chat, sind auch diese nicht vor Angriffen gefeit.

Welche Arten von Sicherheitsrisiken gibt es?

Zum einen sind dies der Datendiebstahl oder Identitätsdiebstahl, zum anderen kann jedoch auch Schadsoftware, also Viren oder Würmer, per Chatsystem an die Teilnehmer übermittelt werden. Besonders anfällig für diese Art von Angriffen sind die Skripte, die von Chats und Messagern zur Einstellung verschiedener Funktionen verwendet werden.

Besonders der Diebstahl der Identität eines Chatters kann zum Problem werden, da es durch Passwortänderung oft nicht mehr möglich ist, auf das eigene Benutzerkonto zuzugreifen. So kann der Angreifer nach Belieben über das Konto verfügen und auf die dort vorhandenen Informationen wie Kontaktdaten oder auch Zahlungsdetails zugreifen.

Wie kann man sich schützen?

Schutz gegen Schadsoftware:

Um sich davor zu schützen, schädliche Programme wie Trojaner oder Viren per Chat auf den eigenen Rechner zu laden, sollten Chat-Clients nur mit einem funktionsfähigen Virenschutzprogramm und einer Firewall genutzt werden. Diese erkennen die meisten Schadprogramme und löschen sie, bevor sie auf dem eigenen Rechner Schaden anrichten können. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es jedoch nicht, da ständig neue Viren in Umlauf sind. Um den Schutz möglichst zu optimieren, müssen Virenschutzprogramm und Firewall regelmäßig aktualisiert werden.

Vorsicht beim Herunterladen und Öffnen von Dateien: Dateien sollten grundsätzlich nur von vertrauenswürdigen Quellen heruntergeladen werden, um das Risiko von Schadsoftware einzudämmen. Wenn man per Chat einen Anhang erhält, den man nicht angefordert hat, sollte dieser nicht geöffnet werden. Dies gilt vor allem, wenn der Absender unbekannt ist. Aber auch bekannte Absender, die ungebeten einen Anhang senden, sind nicht unbedingt vertrauenswürdig, da viele Schadsoftwares Identitäten fälschen, um sich zu verbreiten.

Schutz gegen Identitätsdiebstahl:

Verwende immer ein sicheres Passwort, das man nicht leicht erraten kann. Geburtsdaten und Namen sind unsichere Passwörter. Am Besten eignen sich scheinbar unzusammenhängende Buchstaben- und Zahlenreihen. Auch Großbuchstaben, Zahlen und Satzzeichen können genutzt werden, um das Passwort sicherer zu machen. In einem Chat sollte man keine sensiblen Daten wie Bankdaten oder Passwörter austauschen. Wenn diese Daten durch den Chatserver nicht verschlüsselt werden, können solche Informationen bei einem Hackerangriff in die falschen Hände fallen.

Sicherheitspatches

Die meisten Chat- und Instant Messaging- Anbieter stellen regelmäßig Sicherheitspatches zur Verfügung, um Hackerangriffe abzuwehren. Diese Patches sollten unbedingt installiert werden.

Schutz per VPN

Da man sich nicht immer darauf verlassen kann, dass ein Chatanbieter die übermittelten Informationen verschlüsselt, ist die beste Alternative, dies selbst in die Hand zu nehmen. Die Lösung heißt VPN oder Virtual Private Network. 

So funktioniert es:

Ein VPN stellt eine sichere Verbindung zu einem Netzwerk her. Wenn man über ein VPN auf das Internet zugreift, werden die übermittelten Informationen verschlüsselt und die IP des Benutzers wird anonymisiert, sprich, sie ist nicht mehr zurückverfolgbar. Es gibt heute zahlreiche Dienste, die VPN anbieten. Ein weiterer Vorteil ist, dass man durch ein VPN auch Dienste nutzen kann, die nur für Benutzer aus bestimmten Regionen bestimmt sind. Durch ein VPN Deutschland kann zum Beispiel auch ein Benutzer aus dem Ausland TV-Streaming von deutschen Fernsehsendern empfangen, wenn er die Software so einstellt als würde er mit einer deutschen IP surfen. 

Der Hauptgrund für die Nutzung eines VPN ist jedoch die Sicherheit. Das VPN funktioniert praktisch wie eine Firewall zwischen dem eigenen Rechner und dem Internet, indem alle Informationen zunächst an einen VPN-Server übermittelt und dort verschlüsselt werden. So ist es nicht mehr möglich, dass Unbefugte an personenbezogene Daten wie Namen und Adressen, E-Mailadressen oder Kontodaten gelangen können. Wer häufig unverschlüsselte Chat-Dienste nutzt, die ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen, kann mit Hilfe eines VPN seine Daten also wirksam schützen.