Know-How: Sicher bei Facebook und Co.

In einer Zeit, in der wir unser Smartphone wie eine dritte Hand benutzen, Bilder auf Instagram mit Freunden teilen und unsere tiefsten Ängste in Facebook besprechen, landen auch immer mehr unserer Daten online.

Gerade nach den Vorwürfen gegen Facebook letztes Jahr, dass sie gewaltig gegen den Datenschutz der User verstoßen hätten, leuchtet ein, dass wir uns selbst um die Sicherheit unserer Daten kümmern müssen. Sich nur auf die großen Player zu verlassen birgt leider genügend Risiken.

Was Sie selbst unternehmen können, damit Ihre Daten im Netz etwas geschützter sind, erfahren Sie im folgenden Artikel. Keine Sorge, es ist keine Raketenwissenschaft, sondern es handelt sich meist um simple Einstellungen und Dinge die es zu beachten gilt. Zuerst kommen allgemeine Sicherheitshinweise und im Nachhinein gehen wir etwas genauer auf die verschiedenen Plattformen ein.

So bewegen Sie sich sicherer im Internet

Wie heißt es doch so schön: “Es ist nicht der Fehler der Maschine sondern desjenigen, der dahinter sitzt.” In den meisten Fällen trifft dies auch bei der IT-Sicherheit zu. Wir alle wissen, wie wichtig es ist, unterschiedliche und schwer zu erratende Passwörter zu benutzen. Doch in der Realität tut dies leider nur ein geringer Teil, der Rest benutzt leichte Passwörter oder sogar das gleiche Passwort überall.

Achten Sie deshalb darauf, für jede Webseite ein eigenes Passwort zu benutzen. Hilfsmittel für Ihre Erinnerung können dabei ganz klassisch Stift und Papier sein, oder aber auch Apps mit einem sogenannten Masterlock Prinzip. Dabei müssen Sie sich nur ein Passwort merken, welches Ihren “Password-Safe” aufschließt und darin befinden sich dann alle restlichen Passwörter. Durch dieses einfache Mittel können Sie schon 90% aller Hackerangriffe im Vorhinein vereiteln.

Haben Sie sich schon jemals Gedanken darüber gemacht, wie Ihr Computer eigentlich mit dem Internet kommuniziert? Im Prinzip ist es wie eine Straße. Sie wissen, wo Sie hinwollen und welchen Weg sie dafür nehmen. Und haben Sie ein Navi an Bord, dann zeichnet auch das Ihren Startpunkt, Weg und das Ziel auf.

So ähnlich verhält es sich mit dem Internetverkehr. Sie können einsehen, welche Webseiten Sie besuchen, doch auch der Internetservice Provider, das Navi aus unserem Beispiel, kann die besuchten Webseiten nachvollziehen. Stellen Sie sich allerdings mal vor, Sie würden auf der echten Autobahn verfolgt werden. Wahrscheinlich würde Ihnen das auffallen, beim Internettraffic ist das jedoch nicht so leicht.

Schützen können Sie sich vor diesem unerlaubten Zugriff, durch die Nutzung eines Virtuellen Privaten Netzwerks. Ein VPN verschlüsselt Ihre Datenverbindung, in etwa so wie wenn Sie im Autobeispiel durch einen Tunnel fahren würden. Es ist dunkel und Ihr Verfolger sieht Sie nicht mehr und genauso kann das Navi keine Aufzeichnungen machen. Bereits ein einfach zu erstellendes VPN-Konto kann Abhilfe schaffen.

Tipps für ein sicheres Facebook Konto

Wir alle nutzen gerne Facebook und laden dort Unmengen an Daten hoch. Wichtig also auch, dass wir wissen, wie wir diese Daten sicher halten. Es fängt bereits damit an zu überlegen, was wir hochladen.

Auch wenn es sehr praktisch ist, Dinge auf unserer Facebook Wall mit unseren Freunden zu teilen, so bleibt es doch für immer im Internet. Dessen sollte man sich bewusst sein. Wenn Sie gerne Fotos und Texte mit Ihren Freunden teilen, achten Sie darauf, dass Sie die Option “Wer kann das sehen?” auf Freunde gestellt haben. Dadurch können nur Leute aus Ihrer Freundesliste die geteilten Beiträge sehen, aber keine fremden Personen.

Desweiteren empfiehlt es sich, die 2-Faktor-Authentifizierung, oder bei Facebook zweistufige Authentifizierung genannt, zu aktivieren. Die Einstellungen dazu finden Sie hier. Das bewirkt, dass für eine Anmeldung, zusätzlich zum Passwort, noch ein zufällig generierter Code eingegeben werden muss. Diesen können Sie per SMS empfangen oder er wird über eine App zufallsgeneriert. Möchte sich ein Hacker also Zugriff zu Ihrem Facebook Konto verschaffen, bräuchte er dafür Passwort und Handy, was ziemlich unwahrscheinlich ist. 

Noch ein kurzer Tipp am Rand. Früher gab es bei Paypal oft die Warnmeldung, dass Sie sich nicht an einem öffentlichen PC eingeloggt lassen sollten. Das bezieht sich natürlich auf alle Webseiten und gemeinsam genutzte PCs. Beachten Sie deshalb folgende drei Kurztipps:

  1. Entfernen Sie den Haken unter “Eingeloggt bleiben”
  2. Wenn Sie gefragt werden, ob Sie Ihr Passwort speichern möchten, drücken Sie “Nein”
  3. Loggen Sie sich nach beendeter Tat aus Ihrem Konto aus

Sicherheit im Internet leicht gemacht

Für die Sicherheit der Daten in sozialen Netzwerken zu sorgen ist kein Hexenwerk, doch wie immer im Leben bedarf es vor allem eins: Verantwortung. Die Internetwelt wird dominiert von ein paar großen Konzernen, die anderes im Sinn haben als die Sicherheit unserer Daten. Deswegen liegt es an uns, Verantwortung dafür zu übernehmen.

Mit ein paar einfach Änderungen ist dabei bereits viel getan. Doch anstelle einer Zusammenfassung über die wichtigsten Punkte, beachten Sie nur einen. Mit unterschiedlichen, starken Passwörtern vereiteln Sie über 90% aller Hackerangriffe. Falls Sie also nur eines aus diesem Artikel mitnehmen, dann schaffen Sie sich eine Masterlock App an und achten auf die Benutzung verschiedener Passwörter.