Workshop 2: F&E-Internationalisierungsindikatoren

26. Juli, 9:00-17:40 Uhr
27. Juli, 9:00-12:40 Uhr

Workshopleitung:
Mag. Florian Gruber, ZSI - Zentrum für Soziale Innovation

Inhalt:
Internationalisierung in Forschung und Entwicklung gewinnt seit einigen Jahren in der fachlich-politischen Diskussion deutlich an Wertigkeit. Das betrifft sowohl die F&E-Politik auf europäischer Ebene als auch die außenwissenschaftspolitische Ebene der EU-Mitgliedsländer. Im gleichen Maße jedoch wie die F&E-Internationalisierung durch konkrete Initiativen, Programme und Maßnahmen operationalisiert wird, wird der eklatante Mangel an Indikatoren zur Überprüfung der mit der F&E-Internationalisierung zusammenhängenden Zielsetzungen evident.

Nicht zuletzt die Analysen aus der CREST-Arbeitsgruppe „Internationalisierung“ haben ein immenses Defizit in der Messung von F&E-Internationalisierung deutlich gemacht. Das drückt sich insbesondere durch zwei bemerkenswerte, sich gegenseitig bedingende Umstände aus:

  • Erstens scheint die Evaluierungskultur im Bereich der F&E-Internationalisierungsinstrumente und -politiken erst wenig Eingang gefunden zu haben. Deshalb liegen bis dato überwiegend anekdotische, selten aber vergleichbare systematisch-umfassende Evaluierungsergebnisse von internationalen F&E-Politiken und -Maßnahmen vor.
  • Zweitens fehlen Standards zur Messung der F&E-Internationalisierung, insbesondere in Hinblick auf die Inputseite und in Hinblick auf die Wirkungsevaluation. Der gegenständliche Workshop widmet sich daher explizit der Identifikation und Analyse der Güte und Limitationen von Indikatoren zur Messung der Internationalisierung im Bereich Forschung und technologische Entwicklung.
Ziel ist die Erarbeitung eines Indikatorenkatalogs, der den unterschiedlichen F&E-Internationalisierungszielen Rechnung trägt, wobei die Potenziale und Beschränkungen der einzelnen Indikatoren diskutiert und bewertet werden.

Diskussionsfragen:
  1. An welchen Internationalisierungszielen in Forschung und Entwicklung muss sich ein Indikatorenkatalog orientieren?
  2. Welche Indikatoren sind am gängigsten und welche am aussagekräftigsten?
  3. Wo und wie könnten in Österreich die erarbeiteten Indikatoren im praktischen Studieneinsatz erprobt und nutzbar gemacht werden?

ReferentInnen:
Dipl. Pol. Cosima Blasy (ZSI)
Prof. Jakob Edler, PhD (Manchester Business School)
Kieron Flanagan, PhD, MSc. (Manchester Business School)
Prof.Dr. Antonio Hidalgo (Universidad Politécnica de Madrid)
Mag.Dr. Klaus Schuch (ZSI)

Sprache:
Englisch