Dimensionen der praktischen Projektarbeit

Die beste Theorie und die beste Methodenkompetenz nützen wenig, wenn die beabsichtigte oder getätigte Forschungsarbeit nicht anschlussfähig ist, nicht verstanden wird, weder akademisch noch praxiswirksam in Wert gesetzt werden kann bzw. den Anforderungen von AuftraggeberInnen widerspricht.

Modul 4 baut auf den Kenntnissen von Modul 2 auf und erweitert bzw. vertieft diese. Seminar 4.1. hat die europäische Forschungskooperation zum Thema und greift aktiv auf den Erfahrungsschatz erfolgreicher österreichischer ProjektträgerInnen zurück. Nach einer Einführung in die Logik europäischer Förderprogramme werden mit Hilfe eines Praxisbeispiels Aspekte des Forschungsantragsschreibens, Forschungsdesigns, Ressourcenplanung und Projektevaluation kritisch beleuchtet. In Seminar 4.2. wird vermittelt, wie man mit einem systemischen Blick das Verständnis für Organisationen erarbeitet, die für die Sozialforschung relevant sind, und welche Konsequenzen sich daraus für die Gestaltung von Projektkooperationen zwischen Organisationen ergeben, die mit unterschiedlichen Logiken operieren.

„Von der Forschung zur Beratung“ ist Thema von Seminar 4.3. Das Seminar vermittelt die relevanten Unterscheidungen von Beratung und die damit verbundenen unterschiedlichen Haltungen und Herangehensweisen. Es zeigt außerdem Kernelemente von Beratung von der Ziel- und Auftragsklärung über die Projektarchitektur bis hin zur Workshop-Gestaltung. Schließlich wird in Seminar 4.4. das wissenschaftliche Publizieren und Schreiben (in englisch und deutsch) thematisiert und geübt. Zentrale Inhalte betreffen die Art und Weise, wie wissenschaftliche Ergebnisse für die Fachöffentlichkeit gut verständlich, attraktiv zu lesen, nachprüfbar und möglichst leicht zugänglich publiziert werden können.